Nach einer ziemlich
schlechten Nacht, währendem das Schiff ständig fuhr, ging es zu den
Surin Islands. Ehemals ein weltbestes Tauchgebiet, welches leider
durch Korallenbleiche (zu warmes Wasser) und Tsunami stark beschädigt
wurde. Seit 10 Jahren erholt es sich langsam wieder. Bumm, Bumm WAKE
UP, hies es um 6:40 Uhr. Das kenn ich schon von anderen
Tauchschiffen. Erster Tauchgang ist vor dem Frühstück. So wäre man
eigentlich ca. 7:20 unter Wasser. Nur hier ging alles sehr gemütlich
zu und her. Also mal Kaffee trinken, erstes Briefing. Bisschen
schwatzen. Ich war dann kurz vor 8 Uhr wirklich bereit (und hungrig –
tauchen und Nahrung :-). Alles bereit machen, anziehen, Luft
aufdrehen und siehe da, ich hatte 200 Bar. Es konnte losgehen.
Nochmals kurz
hintersinnnen, wie gewisse Dinge gehen und was bestimmte Zeichen
bedeuten. Ein grosses Schritt von der Plattform und schon war man im
„kalten“ (28 Grad) nass. Auf der Oberfläche nochmals kurz
versammeln und dann das Zeichen zum runtertauchen (Daumen nach
unten). Endlich, mal wieder unter Wasser. Die ersten zwei Tauchgänge
waren okay. Einige Sachen gesehen, aber weder spektakulär noch von
der Sicht her sehr gut. Aber ich musste selbst auch noch zuerst
zurück ins Tauchen finden. Da und dort hatte ich noch mit der
Ausrüstung, Druckausgleich oder Tarierung zu tun.
Die nächsten
Tauchgänge waren teilweise sehr spannend. Da ich nun nicht jeden
Tauchgang umschreiben kann, folgen nun einige Highlights.
- Schildkröte beim Essen :-) am Richelieu Rock
- Tintenfisch
- Barracuda Familie
- Diverse Fischschwärme u.a. Thunfische
- „Nemo's“ immer süss hin und her
- Kofferfische / Pufferfische
- Schnecken
- Krabben, Langusten, Hummer, Einsiedlerkrebse
- erstes Mal mit Manta's tauchen (2 Stück) einer davon ca. 4m gross! :-) bei sehr starker Strömung
- Hai gesichtet (nur ganz kurz, wahrscheinlich Grauhai)
- Napoleon Fisch
- Barracuda alleine (kann auch mal ungemütlich werden) ca. 2m Teil
- Diverse Steinfische / Feuerfische
- Fischschwärme beim jagen (sehr kleiner Fischschwarm in die Enge getrieben)
- Blaupunkt Rochen
- Eine grosse Menge von Weich- und Hartkorallen
- Eine Menge verschiedener Triggerfische (Drückerfisch)
- Kein Seepferdchen und leider auch kein Walhai
Insgesamt habe ich
13 Tauchgänge gemacht. Diese jeweils in einer Tiefe von 15-27m.
Dauer 40min bis 58min. Flasche jeweils nach dem Tauchgang zwischen 10
(nicht so gut :-) bis 90 Bar.
Nach zwei Tagen
tauchen kamen Britta, Lisa und Leon zu mir aufs Schiff. Britta und
Lisa waren leider Seekrank. Der Weg zu mir war noch okay, aber dann
während der Wartezeit (wir sind gerade tauchen gegangen, Timing
technisch leider sehr viel pech gehabt) wurde ihnen schlecht. Ich
habe mich riiiesig gefreut meine Familie auf dem Schiff begrüssen zu
können. Wir konnten eine grössere Kabine beziehen weil eine andere
Famlie gerade das Schiff verlassen hatte. Britta war zwischendruch
mal schnorcheln und konnte einen anspruchsvollen Tauchgang mit einer
erfahrenen Taucherin machen. Zudem waren wir einmal zu zweit unter
Wasser. Die Leute auf dem Boot haben sich ganz lieb um unsere zwei
Kleinen gekümmert. Lisa war oft mit der Crew beschäftigt und einmal
musste ich sie beim Kapitän holen, weil die zwei zusammen einen Thai
– Actionfilm anschauten :-). Leon hats auch super gemacht, nur
mussten wir immer sehr nah hinter her sein, damit der nicht irgendwo
drauf klettert (oder gar von Boot fällt).
Ich habe mir leider
noch eine Ohrentzündung gehohlt, obwohl ich immer sehr auf meine
Ohren geachtet habe. Ich nehme im Moment Ohrentropfen, Schmerzmittel
und Antibiotika. Das ganze hat interssanterweise ein Tag nach dem
Tauchschiff angefangen und zieht sich nun schon 5 Tage hin. Im Moment
geht es recht viel besser!
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